Abfallwirtschaft

Prepaid-Kreditkarte für ver.di-Mitglieder

Mitgliederbonusregelung

ALBA-Karte

ALBA-Karte ver.di ALBA-Karte

Sie hatte Anlaufschwierigkeiten – vielleicht mehr, als sich die Initiatoren zunächst dachten. Doch inzwischen hat die ALBA-Karte einen festen Platz im Geldbeutel der ver.di-Mitglieder unter den Beschäftigten von ALBA Süd. Denn auf die Karte wird der monatliche Mitglieder-Bonus aufgebucht.

Es waren die Finanzämter, die sich zunächst mit der ALBA-Karte schwer taten. Der Grund: So was wie diese Karte, die mit dem Tarifabschluss 2016 verabredet wurde, gab es noch nie. Und ver.di wollte die Karte steuer- und sozialversicherungsfest machen. Denn es sollte für die Kolleginnen und Kollegen ein Bonus sein, ein süßes Bonbon und kein saurer Drops  – es sollte keine böse Überraschung drohen. Dazu aber brauchte ver.di das Plazet der zuständigen Finanzämter. Und das zog sich hin. Doch ver.di blieb dran. 

Derweil wurde der Mitgliederbonus in einen Tankgutschein umgewandelt.  Inzwischen aber liegt das Okay von allen betroffenen Finanzämtern vor. Und so ist die Karte seit September vergangenen Jahres im Einsatz. Das heißt: Auf eine Prepaid-Kreditkarte werden Monat für Monat die verabredeten 38 Euro Mitgliederbonus überwiesen. Das jeweilige Mitglied kann diese Summe überall ausgeben, wo er möchte. Es kann in der Tankstelle damit bezahlen, in Einzelhandelsgeschäften oder im Internet. Es muss die Summe auch nicht Monat für Monat ausgeben, sondern kann das Geld ansparen. Nur eines geht nicht – nämlich die Karte überziehen. So gesehen ist sie keine echte Kreditkarte, sondern eine reine Prepaid-Karte. Jedes Mitglied bekommt die Karte – wobei der Stichtag immer der 1. November ist. 5 Jahre gilt der Tarifvertrag, der somit erst 2021 ausläuft.

„Bei den Kolleginnen und Kollegen kommt die Tankkarte super an“, sagt Sascha Jokovic, beim ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg zuständig für die Abfallwirtschaft. Über 200 Kolleginnen und Kollegen haben sich in den vergangenen eineinhalb Jahren entschlossen, in ver.di einzutreten. Die Karte war allein nicht ausschlaggebend, sich in der Gewerkschaft zu engagieren, aber sie gab wohl der Überlegung, endlich das Mitgliederformular auszufüllen einen zusätzlichen Schub. „Seit Jahren machen sich die Kolleginnen und Kollegen für einen Mitgliederbonus stark“, sagt auch Stefan Hamm, ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung. „Wir versuchen in den Tarifrunden, diesem Wunsch Rechnung zu tragen.“ So wurde zum Beispiel in Haustarifen vereinbart, dass der Arbeitgeber den Beitrag für die GUV/FAKULTA übernimmt. Auch eine Regelung, die in den Belegschaften sehr positiv aufgenommen wurde.