Energiewirtschaft

EnBW plant Eingriffe in die Arbeitsbedingungen

Energie

EnBW zielt auf die Arbeitsbedingungen

Bisher legt der Konzern seine Pläne nicht offen auf den Tisch. Stattdessen sparen die Verantwortlichen nicht mit Andeutungen. Die ver.di-Tarifkommission der privaten Energiewirtschaft Baden-Württemberg fordert deshalb den EnBW-Konzern auf, klar und deutlich zu formulieren, was genau die Unternehmensführung in den Blick genommen hat und was sie den Beschäftigten zumuten will. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass offenbar keine Bereiche der EnBW davon ausgenommen oder auch nur geschont werden sollen.

Nach dem Willen der EnBW sollen offenbar die geplanten Eingriffe in bestehende betriebliche und tarifliche Regelungen gravierend ausfallen – so gravierend wie es bisher noch nie angedacht war. Die Pläne und Ideen der Arbeitgeberseite überschreiten damit ganz klar rote Linien. Es geht um JEDEN Arbeitsplatz!

Sicher, mit keinem Wort haben die Verantwortlichen während der außerordentlichen Sitzung der Tarifkommission abschließende Forderungen aufgestellt. Jedoch: „Transparenz ist ein Zeichen der Fairness“, betonten deshalb Mitglieder der Tarifkommission: „Diese Transparenz fordern wir ein.“ Und: Wer immer wieder die möglichen Folterinstrumente durchblicken lässt, hat nur eines im Sinn – er will einschüchtern, er setzt auf Angstmache.

Das ist kein guter Stil. Das hat nichts mit Zusammenarbeit oder gutem Miteinander zu tun. „Wir lassen nicht zu, dass diese Taktik aufgeht“, stellen die Mitglieder der Tarifkommission klar: „Wir verlangen Offenheit, Klarheit, Fairness.“ Wir fordern den Vorstand auf, vor dem Hintergrund der ins Auge gefassten Veränderungen die Beschäftigten zu informieren und die Pläne darzustellen. Die Unternehmensführung soll konkret und detailliert sagen, welche Maßnahmen sie den Beschäftigten zumuten und was sie den Kolleginnen und Kollegen abverlangen will. Welche Rahmenbedingungen sie verändern will, um die anvisierten Gewinne zu sichern. Die Unternehmensführung kann sicher sein, dass die Tarifkommission dann eine ebenso detaillierte und konkrete Antwort finden wird. „Andeutungen haben nichts mit Verhandeln auf Augenhöhe zu tun“, heißt es aus der Tarifkommission. Auf Andeutungen  darf der Konzern keine Antwort und schon gar keine Zugeständnisse erwarten.