Abfallwirtschaft

Suez setzt Betriebsräte unter Druck

Abfallwirtschaft

Suez-Geschichte vom barmherzigen Arbeitgeber?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
es ergab sich zu einer lang vergangenen Zeit, dass ein barmherziger Arbeitgeber unbedingt Geld an seine Mitarbeiter verschenken wollte, doch der
böse Betriebsrat und vor allem die böse Gewerkschaft wollte das auf jeden Fall verhindern…
Ok, zugegebenermaßen… für Märchengeschichten sind andere zuständig!

Wir möchten euch heute einige Hintergründe zu den vom Arbeitgeber verteilten Informationen zukommen lassen:
1. Sowohl wir als Gewerkschaft ver.di, als auch der Betriebsrat möchten, dass ihr euer wohlverdientes Geld erhaltet. Was wir aber nicht wollen ist, dass man euch unter Wert verkauft!
25 Euro brutto im Monat? Ist das euer Ernst, lieber Arbeitgeber? Das entspricht noch nicht mal annähernd dem, was momentan auf dem Markt an Lohnerhöhung gezahlt wird. Will der Arbeitgeber vielleicht deshalb ohne ver.di auszahlen, weil wir dieses Angebot bereits abgelehnt haben?
2. Wenn es darum geht, dass ihr mehr Geld bekommen sollt, ist es uns als ver.di wichtig, dass man es euch nicht wieder abnehmen kann. Deswegen Tarifvertrag – so ist es sicher.
Warum möchte der Arbeitgeber die Lohnerhöhung nicht mehr mit uns als ver.di vereinbaren? Liegt es daran, dass er jederzeit die Möglichkeit haben will, euch das Geld wieder zu nehmen?
Seit Wochen versucht ver.di ein Gespräch mit Herrn Oliver Gross zu vereinbaren, um die Tarifgespräche zum Thema Entgelterhöhung bei SUEZ Süd zu starten. Nach einer Absage erhielten wir nun Terminvorschläge zu ersten Gesprächen für Ende August.
Im Gegenzug setzt euer Arbeitgeber eure Betriebsräte unter Druck. Sie sollen sich noch Anfang Juni mit ihm treffen, um eigene, ungeschützte Regelungen zu vereinbaren.

Lieber Arbeitgeber, es reicht!
Die Zeit für Märchengeschichten ist vorbei. Setzen sie sich umgehend mit uns als Tarifvertragspartei zusammen und verhandeln sie eine vernünftige
Lohnerhöhung für unsere Kolleginnen und Kollegen. Hören Sie auf, den Eindruck zu vermitteln, dass 25 Euro im Monat eine angemessene Entschädigung und Lohnerhöhung ist. Hören sie auf, den Betriebsrat zu zwingen, Entgeltbestandteile mit ihnen zu vereinbaren, obwohl sie genau wissen, dass dies ausschließlich Aufgabe derTarifvertragspartei ist.
Falls sie nun freiwillig Geld an Kolleginnen und Kollegen auszahlen möchten, begrüßen wir das sehr, aber wir werden nicht zulassen, dass
sie diese freiwillige Zahlung von den möglichen Tarifabschlüssen abziehen werden. Wir sind bereit, mit ihnen eine vernünftige Entgelterhöhung zu verhandeln, es liegt nun an ihnen –  aber glauben sie uns, wir haben den Wolf im Schafspelz erkannt!
Eure ver.di