Abfallwirtschaft

Mehr Geld für ALBA-Beschäftigte

Abschluss

ALBA-Tarifrunde 2013

Tarifparteien einigen sich auf soziale Komponente – untere Einkommen steigen stärker als höhere - bis zu 4,3 Prozent mehr
Das Schild verweist auf die ALBA-Zentrale in Waiblingen. Bender Schild ALBA-Zentrale Waiblingen  – Das Schild verweist auf die ALBA-Zentrale in Waiblingen.

Der Tarifabschluss für die Beschäftigten der ALBA-SÜD ist unter Dach und Fach: ver.di und ALBA SÜD einigten sich auf einen neuen Tarifvertrag, der neben einer Einmalzahlung je nach Einkommen unterschiedlich hohe Einkommenszuwächse vorsieht. Die Einkommen steigen in zwei Schritten. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

ver.di-Verhandlungsführer Stefan Hamm hob besonders die soziale Komponente des Abschlusses hervor. Die Bezieher unterer Einkommen seien von den steigenden Preisen für den Lebensunterhalt besonders betroffen. Außerdem hätten die unteren Einkommen einen großen Nachholbedarf. „Deshalb mussten sie bei dieser Tarifrunde prozentual besser abschneiden.“ Zugleich verwies er auf die schwierige wirtschaftliche Situation in der privaten Abfallwirtschaft und auf die harte Konkurrenz innerhalb der Branche. Den erzielten Tarifabschluss wertete er angesichts dieser Lage als einen „akzeptablen Kompromiss“. Die ALBA-Tarifkommission (Foto unten)
stellte sich einstimmig hinter den Abschluss.

Das Tarifergebnis im Einzelnen: Für die Monate Januar bis April 2013 erhalten alle Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro. Für die Monate Mai bis Dezember 2013 wurden prozentuale Erhöhungen der Einkommen vereinbart. Allerdings bekommen nicht alle die gleiche prozentuale Erhöhung: Je höher das Einkommen, desto niedriger fällt die prozentuale Erhöhung aus. Wer weniger verdient als 3000 Euro, bekommt zwei Prozent mehr Geld. Wer mehr als 3000 Euro, aber weniger als 4000 Euro verdient, bekommt 1,4 Prozent mehr Geld, Einkommen über 4000 Euro steigen um 1,1 Prozent. Die Tariferhöhungen gelten nicht für Führungskräfte.

Zudem: Die Einkommensgrenzen beziehen sich aufdie Grundvergütung inklusive anteiligem Weihnachtsgeld. Mögliche Überstunden werden hier nicht berücksichtigt. Zum 1. Januar 2014 werden die Löhne und Gehälter erneut angehoben: Wer bis 3000 Euro verdient, bekommt dann nochmal 2,3 Prozent mehr Geld, Einkommen über 3000 Euro im Monat steigen um weitere 1,6 Prozent, Einkommen über 4000 Euro werden um 1,1 Prozent erhöht. Der Tarifvertrag läuft zum 31. Dezember 2014 aus.

Mehr Geld und unbefristete Übernahme Die Ausbildungsvergütungen steigen zunächst um 2 Prozent und vom 1. Januar 2014 um weitere 2,3 Prozent. Auszubildende, die übernommen werden, bekommen einen unbefristeten Vertrag. Alle anderen werden sechs Monate lang beschäftigt. Sie sollen diese Zeit nutzen, um sich zu orientieren.